Naturschutzzonen in den        Aarburger Wäldern

altholzinsel fätzholz


Alte Bäume und totes Holz sind ein wichtiger Bestandteil des Ökosystems Wald. Totholz ist die Lebensgrundlage tausender Arten von Tieren, höheren Pflanzen, Pilzen, Moosen und Flechten. Etwa ein Fünftel der Tiere und Pflanzen des Waldes, also über 6'000 Arten, sind auf Totholz als Lebensraum und Nahrungsquelle angewiesen.

 

An der Versammlung vom 17.11.2016 haben die Ortsbürger beschlossen, 53,05 Hektaren des in der Gemeinde Murgenthal gelegenen Aarburger Waldgebietes Fätzholz an den Kanton abzutreten. Dadurch wird auf jegliche Holznutzung und auf Pflegeeingriffe verzichtet. Auch tote Bäume und Äste sind im Wald zu belassen.

Naturwaldreservat Säliflue-Wartburg-Heideloch


Naturwaldreservate sind grossflächige Waldgebiete, in denen sich der Wald frei entwickeln kann. Die Naturwald-reservate unterliegen den gleichen Nutzungsverzichtsverträgen wie die Altholzinseln. Der Unterschied liegt allein in der grössern Flächengrösse.

 

Das Naturwaldreservat Säliflue-Wartburg-Heideloch umfasst die von weit her sichtbaren Kalkfelsen der Aarburger Säliflue sowie angrenzende Waldungen in Oftringen, Olten und Starrkirch-Wil. In den Gebieten Wartburg Weid und Heideloch kommen ältere Exemplare seltener Wildobstarten wie Eisbeere und Wildbirne vor.

Feuchtbiotop Tiefelach

Dezember 2017                                           April 2018                                                     Juli 2018

Ein Feuchtbiotop ist eine Lebensgemeinschaft aus Pflanzen und Tieren, die voneinander abhängig sind und mit der Umwelt in Wechselbeziehung stehen. In einem Biotop herrscht ein ökologisches Gleichgewicht.

 

Das Feuchtbiotop Tiefelach ist ein Naturschutzgebiet von kantonaler Bedeutung. Es besteht aus einem Weiher (ca. 220 m2) mit anschliessender Feuchtmulde, die mit Jungwald bewachsen ist. Es bietet einen optimalen Lebensraum für Amphibien und Reptilien. Als besondere Art kommt dort die Ringelnatter vor. Auch ein Entenpaar sonnt sich auf der kleinen Insel.

 

Weil das Wasser des Weihers im Feuchtbiotop Tiefelach ständig versickerte, wurde er 2017 fachmännisch saniert, wie es die Bau- und Nutzungsordnung (BNO) der Gemeinde Aarburg verlangt: Der Weiher und seine Umgebung sind als Lebensraum für Pflanzen und Tiere zu erhalten. Der Weiher ist in seiner Ausdehnung zu erhalten und vor Verlandung zu schützen.

 

Anlässlich des Waldarbeitstages vom 28.4.2018 wurde dem Weiher entlang ein Holz-Steg angelegt. Im Sommer 2018 erstellten die Forstbetriebe dann noch zwei Sitzbänke, von denen aus man dem bunten Treiben im Weiher zuschauen kann.